In Rekordzeit wurde ja gerade unser Internet Auftritt (www.pxp.eu) realisiert (auch nachzulesen im pxblog auf blog.pxp.eu).
Einen großen Anteil an der kurzen Umsetzungszeit hatte die Tatsache, dass für die Basisimplementierung ausschließlich Standardkomponenten zum Einsatz kamen. Durch die neuen und verbesserten Möglichkeiten in SharePoint 2010 erlangt man nun eine weitaus vollständigere und bessere Kontrolle über die Darstellung und die Bearbeitung von einzelnen Artikeln. Selbst für komplexe Design-Anpassungen konnte komplett auf Programmierung verzichtet werden, weil SharePoint 2010 nun endlich eine durchgängige Trennung zwischen Funktionalität und Design aufweist. Auch für Erweiterungen im Interface des Rich Content Editors wie zum Beispiel der Bereitstellung von zusätzlichen Markup Styles für die Formatierung wurde ausschließlich auf Cascading Style Sheets (CSS) Anpassungen zurückgegriffen. Die Definitionen von komplexen Designelementen wie beispielsweise graphisch aufbereitete Schaltflächen können so mühelos im Editor eingebunden werden. Und nicht nur das Erscheinungsbild von Designelemente, auch ihr Verhalten lässt sich hervorragend über diese Style Sheets steuern.
Einen Ausweg aus der Design- und Cascading Style Sheet Wüste, wie sie noch in SharePoint 2007 mühsam von jedem Web-Programmierer durchquert werden musste, stellt die Möglichkeit der feineren Granulierung von Style Sheets dar. Diese können nun auch direkt auf die Controls gelegt werden. Für Such- oder Navigationselemente lassen sich nun eigene, explizite Style Sheets angeben, in SharePoint 2007 mussten dazu noch die von Microsoft vordefinierten Standardstylesheet Klassen überschrieben werden.
Auch multimediale Inhalte und Web Parts direkt im Inhaltsbereich einzubinden ist mit dem völlig überarbeiteten Rich Content Editor nun möglich. Im Microsoft Office SharePoint Server 2007 war dazu im Design noch ein fixer Bereich zu definieren, der einem Webseiten-Designer bzw. Redakteur dann jedoch nur noch minimale Gestaltungsmöglichkeiten offen ließ.
Neben diesen Designanpassungen kamen für die Realisierung zusätzlich noch die Steuerung der Datenspeicherung über Content Types (also Inhaltstypen) und die Steuerung der Datenaufbereitung (über Page Layouts) zum Einsatz, wiederum völlig ohne Programmieraufwand. Zahlreiche Detail-Verbesserungen wie Cross-Site Lookup oder vereinfachtes Content Type Management erleichtern einem dabei zusätzlich das Leben ungemein.
Als Werkzeug für die Umsetzung wurde zwar Visual Studio verwendet, jedoch nicht, um Programm-Code zu erstellen, sondern um eine einfache Wieder- und Weiterverwendbarkeit der erstellten Module und Solutions zu gewährleisten, welche dann problemlos zwischen Entwicklungs- und Liveumgebung verschoben werden können und somit ein Live-Deployment wesentlich beschleunigt und sicherer macht.
Beitrag von Stefan Bauer, pxp interactive